Lilly Samanski – auf dem Sprung nach Potsdam

Lilly Samanski – auf dem Sprung nach Potsdam
Mehr ist mehr

Lilly Samanski ist eines der großen Talente der deutschen Stabhochsprungszene. Mit einer persönlichen Bestleistung von 4,21 Meter hat die 21-Jährige vom TSV Gräfelfing auch international auf sich aufmerksam gemacht. Nach einem sportwissenschaftlichen Studium an der Univesity of Oklahoma in den USA ist Lilly wieder nach Deutschland zurückgekehrt, um in Potsdam ein Lehramtsstudium zu beginnen. Wie geht es weiter mit ihr? Wir haben Lilly beim Training in Gräfelfing getroffen und nachgefragt.

Hey Lilly, Du bist vor einem Jahr zum Studium in die USA aufgebrochen – auch um das Studieren mit Spitzensport zu verbinden. Wie lief’s?
Das war eine tolle Erfahrung – sportlich wie auch persönlich. Eigentlich wollte ich die Verbindung von Leistungssport und Studium vier Jahre durchziehen, musste dann aber feststellen, dass dies mit meinem Ziel, später ins Lehramt zu gehen, nicht funktioniert hätte. Deswegen habe ich mich noch einmal umorientiert.
Was hast du aus dieser Zeit athletisch und technisch mitgenommen?
Ich habe athletisch und technisch sehr profitiert. Das System in den USA ist ganz anders als in Deutschland. Sehr vielschichtig, aber auch sehr fordernd. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber es hat Spaß gemacht und ich bin in diesem Jahr schon wieder 4.10 Meter gesprungen und spüre, dass da noch mehr geht.
Was hat dich in diesem Jahr in den USA am meisten fasziniert?
Die Haltung der Sportler und Trainer. Ich bin eine Perfektionistin und stehe mir damit manchmal selbst im Weg. Die Amis gehen den Sport viel unbeschwerter an, da wird der eigene Erwartungsdruck dann nicht so schnell lähmend. Ich habe da für mich mitgenommen, dass ich durchaus auch gut springen kann, wenn nicht alles perfekt läuft. Diese Leichtigkeit möchte ich auf meinem weiteren sportlichen Weg mitnehmen und ausbauen.
Jetzt geht es nach Potsdam in einen ganz neuen Abschnitt. Was erwartet dich dort und wie geht es mit dem Stabhochsprung für dich weiter?
Im Oktober beginne ich mit meinem Lehramtsstudium in Potsdam. Ich trainiere dann am Landesstützpunkt Brandenburg beim früheren Bundestrainer Stefan Ritter. Ich kenne ihn seit vielen Jahren und bin immer mal wieder dort gewesen, um andere Trainingsimpulse zu setzen. Das hat mir immer sehr geholfen. Jetzt will ich dort meinen leistungssportlichen Weg weitergehen, an der Konstanz arbeiten und neue Höhen jenseits meiner bisherigen persönlichen Bestleistungen in Angriff nehmen.
Was nimmst du aus deiner Zeit in Gräfelfing mit und wie bleibst du dem TSV und seinen Stabis weiter verbunden?
Ich habe meine Zeit beim TSV Gräfelfing sehr genossen, sehr viel gelernt und mitgenommen und sehr geschätzt, Teil der TSV-Leichtathletikfamilie zu sein mit tollen Trainern, allen voran Matthias Schimmelpfennig und Helmar Schmidt, und einem starken Team. Sehr dankbar bin ich auch Werner Schmidbauer und dem Team Schmidbauer. Hier habe ich immer tolle Unterstützung bekommen, auch wenn’s mal nicht so lief. All die Bekanntschaften, Freundschaften und persönlichen Begegnungen sind etwas, was für immer bleibt – auch wenn ich jetzt weggehe. Ich werde auf jeden Fall immer gerne wiederkommen und den TSV-Stabis verbunden bleiben.
Wie sehen Deine nächsten Ziele aus: kurzfristig und langfristig?
Ich freue mich aufs Studium, die neue Trainingsgruppe und hoffe, nach einer schon langen Saison von Januar bis Mai weiter konstante Sprünge auf gutem Niveau über 4 Meter und dann bald jenseits meiner bisherigen PBs zu machen. Aber da mache ich mir keinen Stress. Es kommt wie es kommt. Jetzt liegt aber der Fokus erst einmal komplett auf den Deutschen U23-Meisterschaften am ersten Juli-Wochenende in Bochum-Wattenscheid.
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TSV-Graefelfing Sponsor Joma Sport
TSV-Graefelfing Sponsor Schmidbauer
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TSV Gräfelfing - Leichtathletik 2026