🚀 Neue Projekte, klare Ziele und viel Teamgeist: Beim Strategiemeeting der TSV-Leichtathletik wurde deutlich, wie sich die Abteilung sportlich, strukturell und gesellschaftlich weiterentwickeln will – mit starkem Fokus auf Nachwuchs, Gemeinschaft und nachhaltige Leistungsförderung.
Am 18. April kamen Trainer, Verantwortliche und Engagierte der TSV-Leichtathletik im Vereinsheim des TSV Gräfelfing zu einem umfassenden Strategiemeeting zusammen. Abteilungsleiter Toni Pscherer zog dabei ein positives Fazit: „Die Leichtathletik im TSV Gräfelfing konsolidiert sich auf hohem Niveau – mit klaren Strukturen, realistischen Leistungserwartungen und einer starken Gemeinschaft.“ Im Mittelpunkt des Workshops standen zahlreiche Zukunftsthemen – von der neuen Vereins- und Wettkampfbekleidung im Onlineshop über die geplante neue Website bis hin zur offiziellen Gründung des neuen Leichtathletik-Fördervereins. Dieser soll künftig nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch ein Netzwerk engagierter Helferinnen und Helfer aufbauen.
Starker Nachwuchs – großes Potenzial
Ein zentrales Thema blieb der „rote Faden“ in der Nachwuchsarbeit: Steigende Mitgliederzahlen in den unteren Altersklassen bis zur U14 sollen nun auch erfolgreich in die U16- und Leistungsgruppen überführt werden. Dafür werden zusätzliche Trainerkapazitäten aufgebaut. Gleichzeitig arbeitet die Abteilung weiter an Kooperationen mit anderen TSV-Sparten, um Kindern langfristig Freude an der Bewegungsvielfalt am Sport zu vermitteln und Talente frühzeitig zu fördern.
Auch gesellschaftliche Verantwortung spielte eine wichtige Rolle: Gemeinsam mit dem BSLV und dem Hauptverein engagiert sich die TSV-Leichtathletik beim Kinder- und Jugendschutz und möchte hier eine Vorreiterrolle für praktikable Schutzkonzepte im Vereinssport einnehmen.
Finanzierung nachhaltig sichern
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen blickt die Abteilung optimistisch nach vorne. „Wir bleiben unserer Linie aus Qualität, Leistung und Gemeinschaft treu“, betonte Pscherer. Das starke Mitgliederwachstum in den unteren Altersklassen, neue Förderstrukturen und zusätzliche Partnerschaften sollen helfen, die Finanzierung nachhaltig zu stabilisieren. Die Reisekosten für Wettkämpfe konnten 2025 teilweise radikal gesenkt werden. Es zeigte sich, dass sich die vom Hauptverein veröffentlichte Reisekostenrichtlinie nicht immer sinnvoll umsetzen lässt. Daher wird es hier nochmal eine Anpassung geben, so dass Frühstück für Athleten bei wichtigen Events und für Trainer immer inkludiert ist. Hotelzimmer und der Vereinsbus-Fahrten sollen dabei möglichst weit im Voraus gebucht werden.
Gemeinschaftlich selbstbewusst „Gesicht“ zeigen
Mit Blick auf zahlreiche Veranstaltungen – darunter das traditionsreiche „Touch the Clouds“-Festival, die große 100-Jahr-Feier des TSV und neue Nachwuchsprojekte – wurde deutlich: Die TSV-Leichtathletikfamilie entwickelt sich Schritt für Schritt weiter – von der Breite bis in die Spitze. Auch die Nachfolge von Abteilungsleiter Toni Pscherer wurde thematisiert. Weil es Toni zunehmend schwerer fällt, die Vereinsaufgaben mit seiner beruflichen Entwicklung zu verbinden, soll ab 2027 ein Nachfolger für die Abteilungsleitung gefunden sein. Vorschläge bitte an Stefan Schwaiblmayr.
In der Leichtathletikhalle Brandberge gingen die besten deutschen Mehrkämpfer an den Start – und aus Gräfelfing gingen diesmal zwei Athleten im Hallensiebenkampf der männlichen Jugend U18 ins Rennen. Der 16-jährige Ludwig Dinkel präsentierte sich hier von seiner besten Seite, wuchs förmlich über sich hinaus und feierte am Ende einen riesigen Erfolg. Der Schützling von Trainer Günter Mayer arbeitete sich mit zwei neuen persönlichen Bestmarken von 7,70 Sekunden im 60 Meter-Lauf und 6,22 Meter im Weitsprung sowie 1,71 Meter im Hochsprung und 8,80 Sekunden über 60 Meter Hürden bereits in das Mittelfeld der 14 Teilnehmer. Seine besten Leistungen zeigte er vor allem im Kugelstoßen mit 12,66 Meter (7.) und war der viertbeste Stabhochspringer des Tages mit seinem neuen Hausrekord von 4,20 Meter. Seine starke Kondition und seinen eisernen Kämpfergeist unterstrich der Hüne vor allem beim abschließenden 1000 Meter-Rennen, wo er nochmals um weitere Platzierungen im Feld ganz vorne mitspurtete: Mit 2:47,11 Minuten schaffte er die drittbeste Zeit und steigerte auch hier seine persönliche Bestzeit. In der Endabrechnung eroberte der vielseitige Gymnasiast schließlich den starken sechsten Platz mit seinem neuen Rekord von 4744 Punkten. Damit feierte er seinen bislang größten Einzel-Erfolg bei einer DM. Deutscher Meister wurde der favorisierte Jan Mosig vom SC Potsdam mit 5281 Punkten vor Magnus Vieth von Hannover 96 mit 5085 Zählern und Allen Cole vom TSV Bayer Leverkusen (3/5019 P.).