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TSV-Gräfelfing-LudwigDinkel

Ludwig Dinkel ist DM-Sechster - Pech für Matteo Schwaiger

News 25. Februar 2026
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Gräfelfing – Ein Super-Erfolg: Mit dem sechsten Platz überraschte der Leichtathlet Ludwig Dinkel vom TSV Gräfelfing bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften am letzten Wochenende in Halle/Saale.

tsv-gräfelfing-leichtathletik_ludwig_dinkel In der Leichtathletikhalle Brandberge gingen die besten deutschen Mehrkämpfer an den Start – und aus Gräfelfing gingen diesmal zwei Athleten im Hallensiebenkampf der männlichen Jugend U18 ins Rennen. Der 16-jährige Ludwig Dinkel präsentierte sich hier von seiner besten Seite, wuchs förmlich über sich hinaus und feierte am Ende einen riesigen Erfolg. Der Schützling von Trainer Günter Mayer arbeitete sich mit zwei neuen persönlichen Bestmarken von 7,70 Sekunden im 60 Meter-Lauf und 6,22 Meter im Weitsprung sowie 1,71 Meter im Hochsprung und 8,80 Sekunden über 60 Meter Hürden bereits in das Mittelfeld der 14 Teilnehmer. Seine besten Leistungen zeigte er vor allem im Kugelstoßen mit 12,66 Meter (7.) und war der viertbeste Stabhochspringer des Tages mit seinem neuen Hausrekord von 4,20 Meter. Seine starke Kondition und seinen eisernen Kämpfergeist unterstrich der Hüne vor allem beim abschließenden 1000 Meter-Rennen, wo er nochmals um weitere Platzierungen im Feld ganz vorne mitspurtete: Mit 2:47,11 Minuten schaffte er die drittbeste Zeit und steigerte auch hier seine persönliche Bestzeit. In der Endabrechnung eroberte der vielseitige Gymnasiast schließlich den starken sechsten Platz mit seinem neuen Rekord von 4744 Punkten. Damit feierte er seinen bislang größten Einzel-Erfolg bei einer DM. Deutscher Meister wurde der favorisierte Jan Mosig vom SC Potsdam mit 5281 Punkten vor Magnus Vieth von Hannover 96 mit 5085 Zählern und Allen Cole vom TSV Bayer Leverkusen (3/5019 P.).

Der gleichwertig starke Matteo Schwaiger musste nach einem gelungenen Auftakt mit 6,18 Meter im Weitsprung, 7,64 Sekunden im 60 Meter-Lauf und 12,08 Meter im Kugelstoßen den Wettkampf verletzungsbedingt aufgeben. Damit verpasste der 16-Jährige seine Chance auf eine Top-10-Platzierung.

Bericht und Foto: Ludwig Stuffer

TSV-Gräfelfing-Kreuzbandriss

Knackpunkt Kreuzbandriss

News 06. Februar 2026
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tsv-gräfelfing-leichtathletik_Kreuzbandriss
Von Dr. med. Mark Henne, Sportorthopäde und Mehrkampftrainer im TSV

Aktuell ist die US-Ski-Legende Lindsey Vonn in aller Munde. Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele zog sich die 41-jährige Ausnahmesportlerin einen Riss des vorderen Kreuzbandes am linken Knie zu, dazu Knochenprellungen und Meniskusschäden. Trotz dieser massiven Verletzung plant sie, bei den Olympischen Spielen in Cortina 2026 in der Abfahrt und im Super-G anzutreten – ein Risiko, das Experten als außergewöhnlich, aber theoretisch möglich bewerten. Entscheidend seien ihre hohe körperliche Fitness, die starke Muskulatur rund ums Knie und der Einsatz einer stabilisierenden Knie-Schiene. Dennoch bleibt das Verletzungsrisiko hoch, da Skifahren enorme Kräfte auf das Knie ausübt.

Stabilität bei schnellen Richtungswechseln

Die Kreuzbänder – meist ist das vordere Kreuzband (ACL) bei Rissen betroffen – stabilisieren das Knie bei schnellen Richtungswechseln, Drehbewegungen und Sprüngen. Risse entstehen typischerweise durch plötzliche Stopps, Verdrehungen oder Stürze, wie bei vielen Sportarten (Skifahren, Fußball, Basketball) mit hohem Impact und häufigen Richtungswechseln. Ohne intaktes Kreuzband kann das Knie instabil werden, was weitere Schäden an Knorpel oder Meniskus begünstigt.

In der Leichtathletik ist das Risiko in der Regel deutlich geringer, da vornehmlich lineare Bewegungen (Sprinten und Springen) durchgeführt werden. Allerdings können bei starken Rotationsbewegungen (z. B. beim Werfen) oder Unfällen (Stürze beim Hürdenlauf, Weitsprung oder Stabhochsprung) sehr wohl Verletzungen des Kreuzbandes auftreten. Im Vergleich zu Kontaktsportarten entstehen Kreuzbandrisse in der Leichtathletik seltener, sind aber funktionell oft besonders problematisch, weil viele Disziplinen auf maximale Geschwindigkeit, explosive Kraftentwicklung, einbeinige Absprung- und Landebewegungen sowie hohe Scher- und Rotationskräfte angewiesen sind.

Konservative Therapie ist möglich – aber nicht immer

Eine konservative Behandlung kann in der Leichtathletik unter sehr spezifischen Bedingungen funktionieren: bei Teilrissen oder funktionell stabilem Knie, wenn keine relevanten Meniskus- oder Knorpelschäden bestehen, der sportliche Fokus eher auf Sprint ohne aggressive Richtungswechsel liegt und die Wettkampfambitionen moderat sind. Allerdings sind die Belastungen etwa im Stabhochsprung oder im Mehrkampf so hoch, dass eine konservative Therapie mit reinem Muskelaufbau meist nicht ausreicht, um mittel- bis langfristig standzuhalten.

Während ich größtenteils meinen Patienten ohne höhere sportliche Ambitionen von einem schnellen operativen Eingriff abrate – die meisten kommen auch mit einem muskulär gut stabilisierten Knie gut zurecht – rate ich dem Leistungssportler meist zu einem zeitnahen operativen Eingriff im Sinne einer Kreuzbandplastik (meist mittels Semitendinosussehne). Für leistungsorientierte Leichtathleten bedeutet dies eine bessere mechanische Stabilität, einen planbaren Return-to-Sport und ein geringeres Risiko für sekundäre Schäden. Die Rückkehr in Hochrisiko-Disziplinen erfolgt meist nach 9–12 Monaten, oft ergänzt durch neuromuskuläres Training mit Fokus auf Absprung- und Landemechanik.

Erhöhtes Risiko einer frühzeitigen Knorpeldegeneration

Die Langzeitfolgen eines Kreuzbandrisses sind nicht zu vernachlässigen. Leistungssportler haben ein erhöhtes Risiko für frühzeitige Knorpeldegenerationen (vor allem im Absprungbein) mit Entwicklung einer frühzeitigen Arthrose des Kniegelenks sowie biomechanische Probleme, häufig hinter der Kniescheibe. Dabei spielen nicht nur der Kreuzbandriss selbst, sondern auch Begleitverletzungen wie Meniskusrisse eine entscheidende Rolle. Auch operierte Athleten haben langfristig ein erhöhtes Arthroserisiko – dieses tritt jedoch oft später auf und ist funktionell besser kontrollierbar. Untersuchungen zeigen, dass Arthroseraten nach etwa zehn Jahren unabhängig davon auftreten können, ob operativ oder konservativ behandelt wurde, insbesondere bei zusätzlichen Schäden.

Zusammenfassend führen in der Leichtathletik vor allem die technischen Disziplinen zu hohen Kniebelastungen. Ein kompletter Kreuzbandriss ist hier ohne Operation langfristig kaum leistungsfähig kompensierbar. Konservative Therapie kann kurzfristig funktionieren, ist jedoch mit einem hohen Risiko für Folgeschäden verbunden. Die operative Rekonstruktion ist im leistungsorientierten Bereich meist alternativlos, auch wenn sie keine Garantie gegen Arthrose bietet. Der Schlüssel liegt häufig in einer hochqualitativen Rehabilitation – nicht allein in der Operation. Elite-Athleten wie Lindsey Vonn zeigen, dass unter besonderen Umständen Wettkämpfe trotz gerissenem Kreuzband möglich sind, dies bleibt jedoch die Ausnahme und ist mit erheblichen Risiken verbunden.
TSV-Gräfelfing-Leo_Trumpp_Matteo_Schwaiger_Ludwig_Dinkel_Stabhoch.jpg#joomlaImage://local-images/pics/articles/Leo_Trumpp_Matteo_Schwaiger_Ludwig_Dinkel_Stabhochsprung

Fünf Goldmedallien und Dominanz im Stabhochsprung bei Bayerischen Hallenmeisterschaften

News 04. Februar 2026
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Bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften vergangenes Wochenende zeigten sich die Gräfelfinger LeichtathletInnen von ihrer besten Seite.

tsv-gräfelfing-leichtathletik_Leo_Trumpp_Matteo_Schwaiger_Ludwig_Dinkel_Stabhoch.jpg Im Stabhochsprung gab es wie immer keinen Weg am TSV vorbei. Bei den Männern triumphierte Marec Metzger, der nach einer verletzungsbedingt schlechten Saison seit Jahresbeginn wieder in Topform ist, mit 5,18m. Als einziger Athlet im Wettbewerb, ließ er danach seine PB auflegen und scheiterte nur knapp. Auf den weiteren Plätzen folgten Noah Kollhuber, der mit 5,06m seine PB einstellen konnte und Alberto Lafuente Veron mit 4,50m.

Das selbe Bild zeigte sich in der männlichen U18. Hier siegte Leo Trumpp mit 4,50m in Vorbereitung auf die Süddeutschen Hallenmeisterschaften am nächsten Wochenende. Die weiteren Plätze konnten sie die Zehnkämpfer Matteo Schwaiger mit 4,10m und Ludwig Dinkel mit 3,90m sichern. Die Mehrkämpfer waren auch über die 60m Hürden unterwegs, wobei sich Matteo Schwaiger in 8,68s eine Bronzemedallie sichern konnte. Den selben Platz errang Filip Hofmann im Kugelstoßen der Männer mit 13,71m. Im Hochsprung der U18 sicherte sich Elias Henne souverän Gold, auch wenn er aufgrund eines Infekts “nur” 1,86m überspringen konnte.
Entsprechend zufrieden zeigte sich der Mehrkampftrainer Mark Henne:
Bis auf Paul, der verletzungsbedingt den Wettkampf absagen musste, schafften alle Mehrkämpfer Bestleistungen über die 60m Hürden. Sowohl Alberto bei den Männern als auch Robin, Elias, Ludwig und Matteo in der U18 liefen eine neue Bestleistung. Matteo wurde 3., Ludwig 4. beide starteten auch in Kugel, wo sie etwas unter ihren Leistungen blieben. Die Stabhochsprung Leistungen verliefen bei allen Athleten durchschnittlich. Matteo wurde zweiter mit 4,10m und Ludwig Dritter mit 3,90m, beide nahe an ihrer Bestleistung. Filip wurde bei den Männern Dritter mit neuer Bestleistung von 13,71m im Kugelstoßen. Nachdem sich Elias im Laufe des Tages noch einen Magen Darm Infekt zuzog und sich erbrach, holt er sich mit einem Arbeitssieg noch den Titel im Hochsprung mit 1,86m. Nun hofft er, dass es nächste Woche bei den Süddeutschen Meisterschaften wieder besser läuft.
Auch die Frauen wussten im Stabhochsprung zu überzeugen. Bei der weiblichen U20 siegte Katja Riedl souverän in 3,80m. Den dritten Platz in diesem Wettbewerb sicherte sich Tara Piossek mit 3,60m. Ebenfalls einen dritten Platz sicherte sich Leonie Kluge mit 3,10m in der weiblichen U18. Für alle drei waren die Meisterschaften auch nur ein Auftakt für die anstehenden süddeutschen Wettbewerbe.

Auch auf der – in der Halle nur 200m langen – Rundbahn war der TSV erfolgreich. Das Highlight waren die Gold- und Bronzemedallie in der 4x400m mixed Staffel. Über die doppelte Distanz sicherte sich Sophie Ochmann in 2:13,76min nicht nur einen neue persönliche Bestzeit, sonder gleichzeitig auch die Qualifikation zu den deutschen Hallenmeisterschaften. Ihr Trainingskollege Fabian Riegelsberger konnte den Ärger über eine als ungerecht empfundene Gelbe Karte in eine Silbermedallie umsetzen. Die Zeit von 1:55,50min stellt ihn jedoch nicht zufrieden, weshalb er am kommenden Wochenende noch einmal Angriff auf die deutsche Quali nimmt.

Den kürzesten Wettkampf hatte Jan Cedirc Mertens aus der Sprintgruppe. In guten 7,45s bestritt er seinen zweiten Wettkampf seit 2 Jahren. Sein Fazit:
Mit 7,45s über die 60m war ich etwas schneller als vor zwei Wochen, spüre aber noch, dass die Routine fehlt und der Bewegungsablauf noch nicht ganz rund ist. Nach zwei Jahren Pause bin ich aber froh, dass die Saison soweit ohne Verletzung läuft, und habe vor allem Spaß daran, wieder in der Halle zu starten.
tsv-gräfelfing-leichtathletik_Alberto_Lafuente_Veron_Stab
Alberto am Stab bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften 2026.
tsv-gräfelfing-leichtathletik_Jan_Cedric_Mertens
Jan bei seinem zweiten Wettkampf nach 2 Jahren Pause.
Neustart auf höchstem Niveau – Felix Wolter und der lange Atem des Zehnkämpfers

Neustart auf höchstem Niveau – Felix Wolter und der lange Atem des Zehnkämpfers

News 03. Februar 2026
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tsv-gräfelfing-leichtathletik_felix-wolter Es ist nicht gerade um die Ecke. Rund 650 Kilometer liegen zwischen Gräfelfing und Hannover. Als Felix Wolter im vergangenen Herbst in die niedersächsische Landeshauptstadt zieht, ist das mehr als ein Ortswechsel. Es ist ein Neuanfang – sportlich wie beruflich. Nach Jahren zwischen College-Sport in den USA, internationalen Wettkämpfen, Verletzungspausen und anspruchsvollen akademischen Ambitionen richtet der 28-jährige Zehnkämpfer vom TSV Gräfelfing seinen Fokus noch einmal grundlegend neu: volle Konzentration auf den Hochleistungssport, eingebettet in ein Umfeld, das diesen Weg mitträgt – sportlich wie auch beruflich.

Aktuell rangiert Felix auf Platz 32 der Zehnkampf-Weltrangliste. Und es wäre vermutlich noch einiges mehr drin gewesen. Seine Bestleistung von 8.299 Punkten erzielte Felix beim Thorpe Cup 2023 in Marburg. Kein Zufallsergebnis, sondern vielmehr ein weiterer Meilenstein auf seinem bis dahin kontinuierlich vorwärts gerichteten Weg in die Weltspitze. Ein Beispiel für die Ausrufungszeichen, die er in der Königsdisziplin der Leichtathletik setzen konnte, waren 8,01 Meter als persönliche Bestmarke im Weitsprung. Nicht nur für seine Trainer und Wegbegleiter, auch für die Kollegen aus der Nationalmannschaft war klar: Hier reift ein Athlet auf Weltklasse-Niveau. Ein ausgesprochen sympathischer Sportsmann obendrein.

Sportlicher Erfolg auf Weltniveau verläuft allerdings selten linear. Erst recht nicht im Mehrkampf mit seinen hochkomplexen physischen Anforderungen und den damit einhergehenden Verletzungs- und Überlastungsrisiken. Seit seinem Wechsel zum TSV Gräfelfing im Jahr 2013 hat Wolter nahezu alle Entwicklungs- und Aufbaustufen des Mehrkampfs durchlaufen. Mit Günter Mayer als seinem Heimtrainer konnte er sukzessive die Belastungen steigern und an der Technik feilen. Die Szene begann aufzuhorchen und genau hinzuschauen, was da in Gräfelfing, vor den Toren Münchens, heranreift.

2019 folgte der Eintritt ins Top Team des Team Schmidbauer im TSV Gräfelfing, erste Starts in Ratingen und Götzis, der endgültige internationale Durchbruch mit persönlicher Bestleistung beim Thorpe Cup in Marburg, 2024 EM-Teilnahme in Rom (Platz 13), bei Gold Meetings ein 2. Platz in Ratingen und Platz 1 im polnischen Bydgosz.

Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hatte, dass Felix 2020 den Schritt nach Pittsburgh in die USA machte, wo er am College erstklassige Trainingsbedingungen auf Profiniveau vorfand, seinen Master in Informatik abschließen und ein Promotionsstudium beginnen konnte. „Das Studium in den USA war für mich eine herausragende Möglichkeit, Leistungssport – selbst unter Corona-Beschränkungen – auf höchstem professionellem Niveau zu betreiben und gleichzeitig meine Ausbildung für die Zeit nach dem Sport voranzubringen“, sagt Wolter rückblickend.

Doch der Preis für das gezielte Verschieben der eigenen Leistungsgrenzen nach oben war hoch. Wiederholte Verletzungen – ein Riss des ulnaren Seitenbandes im Ellenbogen, später Probleme im Schambein- und Hüftbereich – warfen ihn mehrfach zurück. Wartestellung und Geduld statt Angriff und Vorkämpfen in neue Dimensionen. 2025 zwangen ihn eine hartnäckige Ischiasreizung und eine fällige Hüftoperation schließlich zu einer erneuten Zäsur – und zu einem selbstkritischen Nachdenken über seine Situation. „Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass sich der PhD und der Leistungssport nicht mehr miteinander vereinbaren lassen“, sagt Wolter. Der Abbruch der Promotion und das Schließen seines USA-College-Kapitels wurden zum Wendepunkt.

Seit November trainiert Felix nun am Bundesstützpunkt Zehnkampf in Hannover, eingebunden in eine leistungsstarke Trainingsgruppe unter Leitung der Bundestrainerin Beatrice Mau-Repnak. „Hier finde ich Orientierung, Vergleich und eine Struktur, die mir nach den Verletzungen enorm hilft“, erklärt Felix. Mit Günter Mayer, seinem Heimtrainer in Gräfelfing, stehe er weiterhin in sehr engem Kontakt. „Wir tauschen uns zu allem Möglichen regelmäßig aus.“ Der Neustart, so Felix, sei bewusst gewählt. Und zwar nicht als Rückzug vom Mehrkampf im TSV Gräfelfing, sondern als Investition in die nächsten Jahre. Entscheidend dazu beigetragen hätten intensive Gespräche mit Werner Schmidbauer von der Schmidbauer Gruppe, dem Hauptsponsor der Leichtathleten im TSV Gräfelfing. Hieraus ergab sich die Perspektive, das Training unter Profibedingungen am Bundesstützpunkt mit einem beruflichen Einstieg bei der Schmidbauer Unternehmensgruppe zu verbinden. Ab 2026 arbeitet Felix bei dem international aufgestellten Premiumanbieter für Kranvermietung, Spezialtransporte und Montagen als IT- und AI-Engineer, mit klarer Vereinbarung: Der Leistungssport und weiterhin Starts für den TSV Gräfelfing haben Priorität. „Felix steht als Sportler und als Persönlichkeit in einzigartiger Weise für Leistungsbereitschaft, Zielstrebigkeit und Innovationsgeist – Eigenschaften, die im Sport wie im Unternehmen zählen“, sagt Werner Schmidbauer. „Unsere Aufgabe ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen beides möglich ist.“

Für Felix ist dies ein „echter Glücksfall“, der ihm ganz neue Horizonte eröffne. „Diese Kombination gibt mir finanzielle Sicherheit und gleichzeitig die Freiheit, mich voll auf den Mehrkampf zu konzentrieren.“ Er freue sich aber genauso auf die neue Jobperspektive. Inhaltlich beschäftigt er sich bei Schmidbauer mit der Integration von KI-Tools zur Produktivitätssteigerung und Prozessautomatisierung. „Das sind jetzt Projekte, die ich flexibel mit seinem Trainingsalltag verbinden kann und in denen jede Menge Zukunft steckt.“

Dass Felix trotz des neuen Lebensmittelpunkts startet weiterhin für den TSV Gräfelfing startet, ist für Abteilungsleiter Toni Pscherer ein starkes Signal nach innen und nach außen. „Felix ist sportlich wie menschlich ein Aushängeschild für unsere Abteilung. Sein Weg zeigt, was mit Geduld, Unterstützung, klarer Haltung und viel Bodenständigkeit möglich ist. Für unser junges, aufstrebendes Mehrkampf-Team ist Felix ein Vorbild, wie man es sich nicht besser wünschen kann.“

Aber auch für Felix selbst ist die Bindung an seinen Heimatverein und seine alte Mehrkampfgruppe mehr als formell. „Der TSV ist meine sportliche Heimat. Hier bin ich gewachsen, hier habe ich prägende Momente erlebt.“ Am Bundesstützpunkt in Hannover und mit dem Team Schmidbauer an seiner Seite sehe er sich nun gut aufgestellt für die nächste Etappe. Mit klarem Fokus und einem Ziel, das weiterhin hochgesteckt ist. Auch in 650 Kilometern Entfernung von seinen sportlichen Wurzeln.
TSV-Gräfelfing-IrinaGorr

Eine Sekunde, die alles verändert

News 03. Februar 2026
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  • Langsprint
Irina Gorr, 400-Meter-Sprinterin des TSV Gräfelfing, bereitet sich mit Unterstützung des Team Schmidbauer auf internationale Wettkampf-Highlights 2026 vor. Im Trainingslager in Südafrika holte sie sich jetzt weiteren Schliff für neue Bestzeiten.

tsv-gräfelfing-leichtathletik_irina_gorr Manchmal ist es nur ein Wimpernschlag. Oder knapp eine Sekunde. Auf der 400-Meter-Bahn kann das eine Welt bedeuten, die alles verändert. Als Irina Gorr am 25. Juni 2025 bei der Sparkassen-Gala in Regensburg als Erste über die Ziellinie sprintet, ist sofort klar: Hier hat sich etwas verschoben. Mit 51,94 liegt sie fast eine Sekunde über ihrer bisherigen persönlichen Bestleistung. Die 400-Meter-Szene horcht auf. Hier ist ein Knoten geplatzt. Irina zeigt sich bereit für neue Dimensionen im Langsprint. Im Einzel wie auch in der Staffel.

Für die 28-Jährige ist dieser Moment kein Zufall. Seit Jahren arbeitet sie fokussiert am Erfolg in ihrer Lieblingsdisziplin. Im Team Schmidbauer des TSV Gräfelfing findet sie dabei den Rückhalt und die konsequente Förderung ihrer Entwicklung. „Die Basis stimmt. In Regensburg ist das erstmals richtig zusammengekommen“, sagt Irina.

Dass sie mit ihrer Leistung auch auf internationaler Bühne angekommen ist, zeigte sich Ende Juni in Madrid. Bei den European Athletics Team Championships läuft sie mit der deutschen Mixed-Staffel in 3:13,21 Minuten persönliche Bestzeit. Ein Auftritt auf höchstem Niveau, der Selbstvertrauen gibt. Und der Lust macht auf mehr.

Schrecksekunde auf der Zielgeraden

Doch dann ist da wieder diese eine Sekunde, die den Unterschied macht. Es ist der Moment, in dem es Irina bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden die Sehne reißt. In der Staffel verletzt sie sich auf der Schlussgeraden, bringt den Lauf zwar noch ins Ziel, doch die Erfolgsspur erhält einen Bruch. „Das war natürlich extrem bitter“, sagt sie. „Aber ich habe gelernt, solche Situationen anzunehmen und nach vorne zu schauen.“

tsv-gräfelfing-leichtathletik_irina_gorr Genau das tut sie jetzt. Vor Weihnachten und noch einmal Ende zum Jahresbeginn arbeitete Irina mit dem Bundeskader in warmen Gefilden Südafrikas an ihrer Form. Gerade hat sie ein dreiwöchiges Trainingslager im südafrikanischen Potchefstroom abgeschlossen. Unter Leitung von Bundestrainer Volker Beck standen für sie und andere international erfolgreiche DLV-Kaderathleten und -athletinnen vor allem Kraft, Schnelligkeit und Belastungssteuerung auf dem Trainingsplan. „Ich nehme eine deutlich verbesserte Belastungsverträglichkeit und eine starke Basis für schnelle 400 Meter mit“, stellte Irina zum Abschluss der dreiwöchigen Maßnahme fest.

Voller Fokus auf die Highlights – die Sponsorpartnerschaft macht’s möglich

Ihr Blick ist jetzt klar nach vorn gerichtet: World Relays im Mai in Botswana, die Deutschen Meisterschaften im Juli in Wattenscheid sowie die Europameisterschaften im August in Birmingham. Solche Highlight-Ziele verlangen eine stabile Form, Selbstbewusstsein vund ein Umfeld, das Leistung ermöglicht. Eine zentrale Rolle spielt dabei für Irina die Unterstützung durch die Schmidbauer Unternehmensgruppe. „Die Unterstützung ist für mich sehr wichtig. Sie ermöglicht mir, an solchen intensiven Trainingsmaßnahmen teilzunehmen und mich unter professionellen Bedingungen weiterzuentwickeln“, sagt Irina. „Dadurch kann ich mich voll auf meinen Sport konzentrieren und kontinuierlich an meinen Zielen arbeiten. Diese Rahmenbedingungen sind ein entscheidender Faktor für meine sportliche Entwicklung.“

Nach Abschluss des Trainingslagers geht es für Irina nun darum, auf dem bisher Erreichten weiter konsquent aufzubauen und gesund und verletzungsfrei die weitere Saisonvorbereitung zu gestalten. Kleine Rituale gehören dazu: kurz für sich sein, tief durchatmen, den Lauf visualisieren – ganz nach ihrem Lebensmotto: „Bleib fokussiert und mach jeden Tag einen kleinen Schritt nach vorne. Und glaube an dich – jede Sekunde.“
  1. Vier Südbayerische Meistertitel
  2. Alles geben für die Leichtathletik-Familie

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