80 Kinder – ein Team: Die TSV-Leichtathletikfamilie feiert ihr Vereinssportfest

Wenn 80 Kinder gleichzeitig über den Sportplatz laufen, ihre Mannschaften suchen und sich auf die ersten Wettbewerbe vorbereiten, dann wird schnell klar: Das Vereinssportfest der TSV-Leichtathletik ist weit mehr als ein Wettkampf. Es ist ein Tag, an dem die ganze Leichtathletikfamilie zusammenkommt – für großen Sport, für großes Erlebnis, für gelebte Gemeinschaft.
Mit 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von sieben bis 13 Jahren verzeichnete das Vereinssportfest am 19. Mai die höchste Beteiligung seit Einführung des Formats im Jahr 2022. Zehn alters- und geschlechtergemischte Mannschaften gingen an den Start und stellten sich gemeinsam den Herausforderungen der Kinderleichtathletik. Im Mittelpunkt standen dabei nicht Bestleistungen oder Rekorde, sondern Teamgeist, Fairness und die Freude an der Bewegung.
„Niemand muss alles können, aber gemeinsam kann man ganz viel schaffen“ – dieser Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Nachmittag. An vier abwechslungsreichen Stationen waren Schnelligkeit, Ausdauer, Geschicklichkeit und Mut gefragt – beim Hoch- und Weitsprung, bei der Biathlon-Staffel (ohne Ski und Gewehr, dafür mit einer hochspannenden Verbindung aus Lauf und Zielwurfstation), beim „Diskus“-Drehwurf und bei der Hindernissprintstaffel. „Da war für jeden Geschmack und jedes Bewegungstalent etwas geboten“, erklärt Trainerin Christine Hager, die gemeinsam mit dem Trainer/innen-Team der LA-Schule die Vielseitigkeitswettbewerbe konzipiert hatte. „Na klar, da wollten sich die Kinder beweisen, vor allem aber ging es darum, sich gegenseitig anzufeuern, zu unterstützen und gemeinsam Erfolge zu feiern“, sagt Nachwuchstrainerin Simone Henne.
„Besonders schön war dabei das generationenübergreifende Miteinander innerhalb der Abteilung. Zahlreiche Athletinnen und Athleten aus den Leistungsgruppen unterstützten beim Aufbau und als Helfer an den Stationen“, schwärmte Abteilungsleiter Toni Pscherer, als er sah, mit wieviel Herzblut und Engagement sich die „Großen“ – Mehrkämpfer, Sprinterinnen und Sprinter sowie die Stabhochspringerinnen und Stabhochspringer – um den Nachwuchs kümmerten. „Ein Bild bleibt mir, wie sicherlich vielen anderen an diesem Tag, besonders in Erinnerung: Die großen, durchtrainierten Mehrkämpfer begleiteten die jüngsten Teilnehmer beim Biathlon teilweise sogar laufend durch den Parcours, hatten sichtlich Spaß dabei und sorgten für strahlende Gesichter bei den Kindern.“ Auch abseits der Wettkämpfe zeigte sich die Stärke der TSV-Leichtathletikfamilie. Zahlreiche Eltern packten beim Aufbau mit an, unterstützten als Wettkampfhelfer oder beteiligten sich mit Köstlichkeiten am Buffet des neu gegründeten Fördervereins, dessen Konzept bei Eltern und Zuschauern sehr gut ankam. Am Ende des Abends waren die Tische nahezu leergeräumt.
Ein besonderer Höhepunkt für die Kinder war die Siegerehrung, die von Irina Gorr übernommen wurde. Für viele Kinder war es ein unvergesslicher Moment, ihre Urkunden und Preise aus den Händen einer TSV-Athletin zu erhalten, die wenige Wochen zuvor noch für Deutschland bei der Langstaffel-WM ins 400-Meter-Finale gestürmt war und als nächstes die Europameisterschaft ins Visier nimmt.
Nicht zuletzt setzte Abteilungsleiter Toni Pscherer mit seiner Unterstützung ein wichtiges Zeichen für den Stellenwert des Vereinssportfestes innerhalb der Abteilung. Neben der organisatorischen Begleitung spendete er aus seinem Fundus der Team Gräfelfing-Trainings- und Wettkampfausstattung heiß begehrte Rucksäcke und Sporttaschen für die Siegerehrung und Verlosung.
Das Fazit des Abends fiel bei Organisatoren und Teilnehmern entsprechend positiv aus. Nachwuchstrainerin Clara Mackewicz brachte es auf den Punkt: „Von Eltern, Kindern und Helfern gab es durchweg begeisterte Rückmeldungen. Bei bestem Wetter, großem Einsatz vieler Ehrenamtlicher und einer Rekordzahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde einmal mehr sichtbar, was die TSV-Leichtathletik ausmacht: eine starke Gemeinschaft, in der Sport, Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung Hand in Hand gehen.“ Oder anders gesagt: 80 Kinder, viele Helferinnen und Helfer, unzählige lachende Gesichter – und ein weiteres Kapitel authentisch gelebter TSV-Leichtathletikfamilie. Ganz großer Sport!