Sprinttraining im Tunnel: Der Sportcampus in Gräfelfing eröffnet neue Möglichkeiten

Sprinttraining im Tunnel: Der Sportcampus in Gräfelfing eröffnet neue Möglichkeiten

Mit dem vor kurzem eröffneten neuen Sportcampus in Gräfelfing verbessern sich auch die Trainingsbedingungen für die TSV-Leichtathletik. Besonders der integrierte Sprinttunnel verspricht neue Möglichkeiten für das Wintertraining. Davon könnte insbesondere der Nachwuchs in der Leichtathletikschule profitieren.

Mit der Eröffnung des neuen, hochmodernen Sportcampus in Gräfelfing steht der TSV-Leichtathletik eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit zur Verfügung. Neben der Dreifeldhalle und dem Schwimmbad verfügt die neue Sportanlage über eine Spezialität, die einzigartig in und um München ist: einen Sprinttunnel. Gerade für die Leichtathletikschule könnte dieser eine wertvolle Ergänzung zum bisherigen Wintertraining darstellen.

Mit Spikes auf Tartan statt auf Hallenboden

„Sprinttraining, Hürdentraining, aber auch viele Formen des Sprungtrainings spielten sich bei uns im Nachwuchs- wie auch im Spezialistentraining während der Wintermonate nahezu ausschließlich auf Turnhallenboden ab“, erklärt Stephan Claus, Sprinttrainer der TSV-Leichtathletikschule. „Es schränkt die Trainingsmöglichkeiten ein, wenn auf dem Hallenboden auf Spikes und das aus der Freiluftsaison gewohnte Gefühl beim Bodenkontakt verzichtet werden muss. Der Sprinttunnel könnte hier künftig Abhilfe schaffen. Auf der Tartanbahn lassen sich wichtige Bewegungsabläufe unter Bedingungen trainieren, die denen im Freien deutlich näherkommen. „Wir werden auch künftig viele nützliche Trainingsinhalte in der Halle absolvieren, aber ab und an mit Spikes auf Tartan zu üben, wird unserer Wettkampfvorbereitung und dem Übergang von der Halle zur Freiluftsaison sehr zugutekommen“, stellt Stephan fest.

Vom Startblock bis zum Hürdenlauf

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Neben dem klassischen Sprinttraining eignen sich die neuen Bedingungen insbesondere für das Beschleunigungs- und Starttraining, technische Übungen sowie das Hürdentraining. Auch für horizontale Mehrfachsprünge verspricht sich der Trainer Vorteile durch den speziellen Bodenbelag.

Grundsätzlich sieht Stephan dabei keine Einschränkungen hinsichtlich der Altersklassen. Besonders profitieren könnten allerdings die Kinder und Jugendlichen, die für ihr regelmäßiges Training auf die Sportstätten in Gräfelfing angewiesen sind. Stephan blickt dabei gespannt voraus: „Welche Trainingsmöglichkeiten sich daraus am Ende eröffnen und wie die Nutzung organisiert werden kann, wird sich in der Praxis zeigen.“ Er hoffe dabei, dass vor allem die Trainingsgruppen, die durchgehend auf die Trainingsstätten vor Ort in Gräfelfing angewiesen sind, in den Genuss des Sprinttunnels kommen werden.

Für alle Altersklassen eine attraktive Perspektive

Nicht nur für den Nachwuchs, sondern auch für ambitionierte Sprinterinnen und Sprinter könnte der Tunnel eine Bereicherung sein. Stephan, der selbst als Senior noch aktiv Sprintwettkämpfe bestreitet, freut sich nach überstandener Achillessehnenreizung bereits auf die neuen Möglichkeiten: „Der letzte Winter war phasenweise recht kalt. Künftig häufiger bei Raumtemperatur in einen Startblock zu steigen, wird eine Freude sein.“ Fest stehe schon jetzt: „Für die TSV-Leichtathletik ist der Sprinttunnel damit eine vielversprechende Ergänzung der Trainingsinfrastruktur. Er wird maßgeblich dazu beitragen, die Qualität des Wintertrainings weiter zu verbessern und insbesondere den jungen Athletinnen und Athleten einen besseren Übergang in die Freiluftsaison zu ermöglichen.“

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TSV Gräfelfing - Leichtathletik